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  • Junge Menschen, weil der Rentenvertrag für sie nicht mehr gilt
  • People of Colour, weil die Diskriminierung alltäglich bleibt
  • Jüdische Deutsche, weil Antisemitismus wieder hoffähig wird
  • Queere Menschen, weil sie sich nicht sicher fühlen
  • Menschen mit Behinderungen, weil die UN-Behindertenrechtskonvention nicht vollständig umgesetzt wird.

Was ist mit Pflegekindern? Sie haben mindestens genauso das Recht wütend zu sein. Nur, dass es kaum prominente Menschen gibt, die selbst in der Jugendhilfe waren und die Stimme für sie erheben. Von Armut betroffen und Pflegekind zu sein, das gehört leider oft zusammen. Das macht es doppelt schwer, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden und sein Potenzial zu entfalten. Darf ich als Autorin eines Buches über Pflegekinder stellvertretend wütend für sie sein? Ich, privilegierte, weiße, heterosexuelle Mittelstandsfrau mit akademischer Ausbildung? Eine Verlegerin hat mich gefragt, ob ich in meinem Buch nicht ÜBER Pflegekinder schreibe und sie als Objekte positioniere, statt sie sprechen zu lassen. Natürlich kann ich nicht fühlen, wie es ist, ganz oder teilweise ohne Eltern aufzuwachsen. Ich kann ihnen nur das Mikro hinhalten und sie einladen mitzuschreiben, weshalb ein Kapitel von dem früheren Pflegekind und heutigen Careleaver Pascal Hofmann kommt. Weitere Beiträge sind willkommen!